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Würde Gedankenarmut nicht bedeuten, das es viele sind, die um das Überleben kämpfen müssen und nicht, dass es dem Kopf an Gedanken mangelt?
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“London kommt!”
Und unruhig, erwartungsvoll schweifen unsere Blicke die Themse hinauf. Des Dampfers Kiel durchschneidet pfeilschnell die Flut, aber wir verwünschen den saumseligen Kapitän unsere Sehnsucht fliegt schneller als sein Schiff.”
- Theodor Fontane 1852
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Ein schmaler Grad, zwischen Verständnis und Selbstbetrug.
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“Berlin ist allgegenwärtig, sei es in den Nachrichten, in Liedern, im Kino, im Geschichtsunterricht, weil Bekannte dort wohnen, Freunde die Stadt schon besucht haben - oder weil Berlin vielleicht sogar die eigene Heimat ist. Und jeder hat eine Meinung zu Berlin. Der eine sagt, die Hauptstadt sei der Inbegriff der Urbanität, der andere findet sie einfach nur großspurig, wieder einer meint, sie sei die Stadt von morgen, in der die Zukunft gebaut und gelebt wird, und der Nächste sagt, sie sei gar keine richtige Metropole und werde maßlos überschätzt.
Das alles ist Berlin und nichts davon, denn Berlin ist nie Berlin. Ständig ist diese grau-bunte und traurig-lachende Schönheit im Wandel, erfindet sich immer wieder neu und steht nie still.
Berlin ist die Stadt der Gegensätze: Sie ist nicht nur Hauptstadt, Kunst, Mode, Film, Museen, Kultur und Geschichte, Berlin ist auch Natur, Ghetto, Chaos, Unzufriedenheit, Verbrechen, Einsamkeit und Tristesse der Großstadt. Und vor allem verändert sie sich ständig, steht nie still.
Menschen verändern sich jeden Tag und mit ihnen ihre Städte. Das trifft in besonderem Maße auf Berlin zu, denn hier bricht, brodelt und wächst alles, was einen Menschen berühren kann, nicht immer zum Besseren, aber das ist ein Risiko, das wir eingehenmüssen.Jahr für Jahr sehe ich um mich herum ein anderes, neues, verändertes Berlin. Manchmal ist es schwer, als Bewohner dieser Stadt mit ihr Schritt zu halten, und dann wünsche ich mir, auch nur ein Besucher zu sein, der Bilder knipst und sich dann wieder aus dem Staub macht, aber dieser Wunsch kommt nicht aus meinem Herzen, es ist nur die Angst vor Veränderung. Denn Berlin hat wieder eine seiner Masken abgelegt oder aber sie neu bemalt. Wie sagte einst Jack Lang: ‘Paris ist immer Paris und Berlin ist niemals Berlin.’”
- Verena Maria Dittrich und Thomas Stechert 111 “Gründe Berlin zu lieben”
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Wir gebärden uns mit unergründlichen Buchstabensuppen. Stellen bedeutungslose Zahlen gegenüber und zwischen uns. Unüberwindbare Barrikaden entstehen aus Kommata. Ein Blinzeln bleibt unbeachtet und die Blicke unterscheiden sich selten bis nie.
(Quelle: meermaedchen)
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Mit jedem neuen Tag verliert meine Realität an Wert.
Sie ist laut und ohne Ordnung, unvorhersehbar und mühevoll.
Was kann sie denn, die Realität?
Hungrig machen, durstig, unzufrieden.
Sie verursacht Schmerzen, sie schlägt mit Krankheiten um sich, sie gehorcht lächerlichen Gesetzen.
Vor allem aber ist sie endlich.
Immer führt sie zum Tod.
Was zählt und Kraft hat, sind andere Dinge:
Ideen, Leidenschaften, sogar Wahnsinn.
Alles, was sich über die Vernunft emporhebt.
Ich entziehe der Realität meine Zustimmung.
Ich verweigere ihr meine Mithilfe.
Ich verschreibe mich den Verlockungen der Weltenflucht und stürze mich mit ganzem Herzen in die Unendlichkeit des Irrealen.”
- “Erebos” von Ursula Poznanski -
Anonym fragte: Als ich vor drei Wochen in Berlin war, die Siegessäule und das alles betrachtete, da hoffte ich insgeheim ich würde dir zufällig über den Weg laufen. Ich hätte gern den Menschen gesehen, der diese inspirierenden Texte verfasst, die mich jedes mal aufs Neue begleiten und meine Gedanken widerspiegeln.
Deine Worte haben mich zum Lächeln gebracht.
Vor drei Wochen liefen meine Füße leider noch nicht über berliner Boden.
Ich hoffe jedoch du konntest mehr von dieser Stadt mitnehmen, als ihre Sehenswürdigkeiten. Der Sommer in Berlin ist ein ganz besonderer.
Zwar weiß ich nicht wer du bist, aber ich danke dir.
Danke. -
Die einen bereuen was sie alles nicht getan haben. Die anderen bereuen was sie getan haben.
(Quelle: meermaedchen)
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Anonym fragte: wen von tumblr würdest du gerne mal treffen oder hast du schon getroffen?
Da sich Mittlerweile jeder mit Tumblr einzukleiden weiß und ich in einer überfüllten Stadt lebe, kenne ich relative viele Menschen, die hier Pixel in die Welt schreien, folge jedoch den wenigsten. Es ist wohl ein auf Tumblr wieder getroffen, als ein von Tumblr getroffen.
Authentizität ist für mich wichtig. Es gibt kaum spannenderes als von Pixeln in die Realität zu tauchen. Auch wenn dies sehr ernüchternd sein kann. Ich möchte die Gesichter hinter den Buchstaben kennenlernen und die Geschichten in ihren Augen spiegeln sehen.
Ich kenne das Mädchen hinter minusgold, schon fast eine kleine Ewigkeit, bevor sie anfing ihre Texte hier zu veröffentlichen. Und ich bin sehr froh, sie auf diese Seite aufmerksam gemacht zu haben, um mich ab und an ein wenig in ihren Worten zu verlieren.
Himmelarm bin ich begegnet. Schon einige Male und ich freue mich auf unser Wiedersehen.
Menschenkind. Für diesen Herrn finde ich keine Worte.
Dann sind da Menschen, mit denen der Kontakt weit über das hier reicht, wo sich eine Begegnung jedoch noch nicht ergeben hat, vielleicht ist sie auch gar nicht von Nöten. Menschen mit denen man Briefe und endlose Telefonate teilt.Es gibt einige, mit denen ich gerne eine Tasse Tee trinken würde. Unteranderem: A.D., Totgesagt, bildlich-geschrieben, christopher-walken, farbenblind, youresobanana und flaeshgaze
Ich bin immer offen für Begegnungen mit interessanten Persönlichkeiten, die etwas zu erzählen haben, oder bedeutungsschwer schweigen.
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“Man sagt die Unfähigkeit einen Verlust zu akzeptieren sei eine Form von Wahnsinn. Das ist wahrscheinlich richtig, aber manchmal ist es der einzige Weg, um weiterleben zu können.”
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“Die Menschen sagen uns, wer sie sind, aber wir ignorieren es, weil wir wollen, dass sie so sind, wie wir sie haben wollen.
Unser Fehler ist, das wir immer mehr wollen, als wir haben.
Unser Ruin ist, wenn wir es bekommen, sehnen wir uns nach dem, was wir hatten.”- Mad Men
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Ich bin ein Gespenst, das in den Schatten wandelt die du mir zeigst.
(Quelle: meermaedchen)
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“Wer je ein ausgebranntes Gebäude gesehen hat,
der weiß, wie verheerend so etwas aussieht.
Ein Bauwerk, eben noch von pulsierendem Leben erfüllt,
ist nun verwüstet.
Wo früher Geschäftstätigkeit herrschte,
finden sich jetzt nur noch verkohlte Überreste von Kraft und Leben.
Ein paar Ziegel und Zementbrocken mögen stehengeblieben sein,
ein paar leere Fensterrahmen.
Vielleicht ist sogar die äußere Hülle des Gebäudes noch erhalten.
Wer sich jedoch hineinwagt in die Ruin,
wird erschüttert vor dem Werk der Vernichtung stehen.”- Freudenberger (Burnoutforscher)
Aschereste kleben im Haar.
Russ versteckt in tiefen Furchen.
Indizien für das was einmal war.
Stolz erfüllt die Brust mit Glück.
Unheilbar schreit man es.
Wie oft kehrt das Feuer zurück?Letztendlich funktioniere ich.
(Quelle: meermaedchen)

